Kein Kinderkram: Toys-R-US zahlt 5 Mio. US$ für toys.com

10. März 2009

Toys-R-US verstärkt Online-Position mit toys.com

Toys-R-US verstärkt Online-Position mit toys.com

Es ist der höchste Preis, der dieses Jahr für eine Domain gezahlt wurde: 5 Millionen US$. Doch das Management von Toys-R-US war offensichtlich der Meinung, dass der Besitz der Domain toys.com das Geld wert sei und bot diese Summe in der Domainauktion letzte Woche. Es gab einige Bieter, doch als das aktuelle Gebot 3 Mio. US$ überschritt, blieben nur Toys-R-US und National A-1 Advertising als Bieter dabei.

Die jetzt erzielten 5 Millionen Dollar sind noch weit von den am teuersten gekauften Domains weg: In 2007 wurde sex.com für 14 Millionen Dollar verkauft, 9,5 Millionen wurde für porn.com gezahlt.

Offenbar braucht Toys-R-US die Domain auch zur Suchmaschinenoptimierung, was auf eine stärkere Hinwendung zum eCommerce hindeutet. Mit dem Investment in toys.com hat man nun die generische Domain für den Spielwaren-Bereich und ist damit gut aufgestellt. Bereits im Februar 2009 hatte das Unternehmen eToys.com übernommen und damit seine Onlinepräsenz im eCommerce gestärkt.

Die Kredit- und Wirtschaftskrise scheint derweil kaum Einfluss auf das Geschäft mit den Domains zu haben. Der durchschnittliche Preis für eine verkaufte .com-Domain lag im vierten Quartal 2008 mit 2.688 US$ nur hundert Diollar niedriger als in 2007, als noch 2.788 US$ erzielt werden konnten.

Unternehmer müssen ihre Kosten im Auge behalten und deshalb die effizientesten Wege im Vertrieb gehen. Vor diesem Hintergrund wundert es nicht, dass ein Unternehmen wie Toys-R-US das Webgeschäft stärkt, wo man mit weniger Kosten und höherer Effizienz verkaufen kann, als in den Mega-Stores, die das Unternehmen unterhält.

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