Missbrauch bei der Registrierung der neuen .de-Domains durch Denic-Partner

20. Oktober 2009

Mir platzt so langsam der Kragen: Im Domainregistrierungsverfahren für die neuen .de-Domains lassen sich die DENIC-Partner immer neue Tricks Tricks einfallen, um an den begehrten Domains kräftig zu verdienen. So erreicht mich gerade ein Mail eines DENIC-Mitglieds, dass folgendes Verfahren festlegt: Jeder Reseller darf bis zu 100 Wunschdomains eintragen. Dabei soll man eine Priorisierung vornehmen. Der eingetragene Wert beträgt einen Faktor auf die Jahresgebühr, der einmal und ausschließlich im Erfolgsfall für die Registrierung der Domain entrichtet wird. Trage ich also 1000000 als Faktor ein, so muss ich die Jahresgebühr fürs erste Jahr mit einer Million multiplizieren und den Betrag dann zahlen.

Ein anderer DENIC-Partner schreibt:

Sollte eine Domain erfolreich registriert werden können, die von mehreren Usern beauftragt wurde, so erhält derjenige den Zuschlag, welcher das höchste
erfolgsabhängige Gebot abgegeben hat. Die tatsächliche Gebotsgebühr beträgt 50 EUR mehr als der Zweitplatzierte, maximal jedoch das abgegebene Gebot.
Somit ist dieser Betrag ein Maximalbetrag der nur im Erfolgsfall berechnet wird. Wird diese Gebühr nicht fristgerecht beglichen (4 Werktage), so erlischt
der Anspruch auf die Domain und der Nächstplatzierte erhält den Zuschlag.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass die DENIC es witzig findet, dass die Registrare sich am Vergabeprozess bereichern wollen und eine Art Versteigerung der Domains vorab durchführen. Denn wenn ich wirklich und unbedingt die Domain wc.de will, dann muss ich dafür wahrscheinlich tief in die Tasche greifen, denn sonst wird mein Antrag erst später und damit chancenlos eingereicht.

Natürlich trägt die DENIC mit ihrem Vergabeverfahren dazu bei. Fairer als das First come firt serve Verfahren wäre wahrscheinlich eine Verlosung der Domains unter denen, die am 23. Oktober einen Registrierungsantrag stellen.

Eine Reaktion

  1. Jutta Juni 12th, 2010 at 20:43

    Ja leider machen es mitlerweile alle so.Es sollte doch um Chancengleichheit gehen,also wer zuerst kommt bekommt die Domain und fertig.Diese Autionen von Vergabestellen gehört Verboten da die Chancengleichheit (Wettbewerbsrecht)nicht gegeben ist.Da nicht jeder ein paar Tausender(gerade als Firmengründer) locker machen kann.Das Zauberwort heist “Weltweite Chancengleichheit”! Bleibt zu hoffen das es schnell Verboten wird!

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